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01.01.2022
07.01.2022 15:05 Uhr

Die Herausforderungen am Berg sind vielfältig

Grosser Zulauf: An schönen Wochenenden stiegen die Skitouristen zu Hunderten auf den Pizol.
Grosser Zulauf: An schönen Wochenenden stiegen die Skitouristen zu Hunderten auf den Pizol. Bild: Jürg Hess
Vor 140 Jahren ist die Sektion Piz Sol des Schweizer Alpen-Clubs gegründet worden.* (Ernst Hobi, Terra Plana, Juni 2013)
«Terra plana» – die Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Tourismus und Wirtschaft Bild: Terra plana

Abos und Rückfragen an terraplana@sarganserlaender.ch

Das Jahr 2013 gibt der SAC-Sektion Piz Sol Anlass, gleich in doppelter Hinsicht zu feiern: Einerseits wurde vor 150 Jahren die Dachorganisation – der Schweizer Alpen-Club SAC – gegründet und anderseits wurde die Sektion am 24. August 1873 ins Leben gerufen.

Die Gründung fand im damaligen Restaurant Arlberg in Buchs statt, und zwar unter dem Namen «S.A.C. Section Alvier». Hauptinitiant und erster Präsident war Hauptmann Johann Frey aus Azmoos. Im Laufe des ersten Halbjahres traten 54 Mitglieder ein.

Der Bau der ersten Hütte als Prüfstein

In der darauffolgenden Hauptversammlung wurde beschlossen, auf dem Alvier eine Hütte zu bauen. Die Baukosten überstiegen den Voranschlag erheblich und der Präsident als Bauleiter geriet mit dem übrigen Vorstand in Streit. Es gab eine Krise und Pfarrer Hirzel, Gretschins, übernahm das Präsidium.

Im Herbst 1877 zählte die Sektion 39 Mitglieder aus dem Bezirk Werdenberg und 99 aus dem Bezirk Sargans. Damit hatte sich der Schwerpunkt der Sektion Alvier ins Sarganserland ver-lagert.

Weitere Taten folgten, so zum Beispiel die Erstellung des Weges auf den Pizol, Felssprengungen auf dem Weg zum Foostock, Wegverbesserungen in den Churfirsten. Im dritten Winter nach dem Bau der Alvierhütte riss ein Sturm drei Viertel des Daches weg. Nach Verhandlungen mit dem Central-Comité (C. C.) konnten die Reparaturen sofort vorgenommen und das Inventar wieder ins Trockene gebracht werden.

In den folgenden Jahren war die Hütte das Sorgenkind des Vorstandes. Die leichte Bauart ergab viele Reparaturen. Zudem kam es zu einem Mitgliederrückgang. Die Mehrzahl der Vorstandsmitglieder wohnte in Bad Ragaz. Hirzel erkannte bald, worin der grösste Hemmschuh im Sektionsleben bestand. Die in der ersten Begeisterung erbaute Alvierhütte verschlang zu viele finanzielle Mittel, dadurch konnte die Sektion die übrigen Aufgaben zu wenig wahrnehmen. So fiel der Beschluss, die Hütte nicht mehr zu reparieren, und 1888 wurde sie als SAC-Hütte aufgegeben und verlotterte.

Neu erstellt: Die Pizolhütte (kolorierte Fotografie aus dem Jahr 1916). Bild: Jürg Hess

Bruch und Neubeginn

Da es Mitglieder gab, die nur der Sektion angehörten, und solche, die auch dem Gesamt-SAC beigetreten waren, verlangte das C.C., dass alle in den Gesamtklub eintreten müssten. Lokalmitglieder, die dieser Aufforderung nicht nachkamen, wurden von der Mitgliederliste gestrichen. Die Hauptversammlung beschloss zudem die Aufgabe der Alvierhütte. Das führte zur endgültigen Spaltung der beiden Mitgliedergruppen. Aus der Chronik des SAC-Jahrbuches von 1891 entnehmen wir, dass «…die ehemalige Clubhütte auf dem Alvier nicht mehr unterhalten werden kann, mangels Mitteln, was überall bedauert wurde, so wird sich in Buchs nun eine Gesellschaft bilden, welche die Hütte übernimmt und für den Unterhalt derselben und der Zugangswege sorgt».

Um Verwechslungen zu vermeiden, taufte man 1893 die Sektion in «Section Piz Sol» um und schenkte die baufällig gewordene Alvierhütte dem inzwischen gegründeten Alvierklub. Damit schrumpfte die Sektion auf 28 Mitglieder.

«Bergfreudige Männer» bildeten den Grundstock der Sektion. Die immer besser werdenden Verkehrswege (Eisenbahnen) ermöglichten auch Touren ausserhalb der Region. Den Wegverbesserungen wurde grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Das bekannteste Beispiel ist der von Bergführer Fortunat Enderlin erstellte Falknisweg. Das Vortragswesen wurde gefördert und zusammen mit der Sektion Rätia organisierte man Bergführerkurse. Die Zahl der Mitglieder stieg wieder an. Zu den bestehenden Trilen (Schlafraum, vor allem in Ställen unter dem Dach) in Gaffia und Lasa konnte auf der Alp Schräawiesli eine Unterkunft geschaffen werden.

Eine rege Tourentätigkeit entwickelte sich: Erstbesteigungen im Sardonagebiet, Bergfahrten ins Bündnerland und ins Allgäu, ja sogar bis in die Dolomiten wurden unternommen. Zur Jahrhundertwende zählte der Klub 80 Angehörige und ab 1901 konnten dank Werbung im Werdenberg 20 weitere Mitglieder gewonnen werden. Der alte Groll war vergessen und es traten sogar ehemalige Alvierkameraden in die Sektion Piz Sol ein.

Erbaut 1903: Tourenfahrer vor der Spitzmeilenhütte (zirka im Jahr 1910). Bild: Jürg Hess

Die ersten Skifahrer tauchen auf

Der Bericht von der Frühjahrshauptversammlung 1903 zeigt auf, dass sich etwas Wegweisendes bezüglich Winterbergsteigen abzeichnete: «Schon vor drei Jahren hatte Hch. Spoerry an einer Hauptversammlung ein Paar lange, schmale und an der Spitze aufgebogene Bretter vorgezeigt und den staunenden Bergkameraden erklärt, solche Hölzer, Ski genannt, würden in Schweden und Norwegen dazu benützt, um rasch und sicher durch den tiefen, unwegsamen Schnee zu fahren. Er selber möchte die Sache hier auch ausprobieren, und er sei überzeugt davon, dass mit diesen Brettern die Möglichkeit bestehe, sogar im tiefen Winter Bergbesteigungen durchzuführen. Es scheint, dass die Piz Söler am Anfang dem neuen Fortbewegungsmittel kein grosses Vertrauen entgegenbrachten. Um dem Spott der Mitbürger zu entgehen, wurde das Skifahren in Mondscheinnächten geübt, an Orten, wo sonst im Winter kein Mensch durchkam. Diese verschämten Jünglinge des Skilaufes fanden aber Gefallen an der Sache, weil ihnen dadurch ermöglicht wurde, auch im Winter in ihre sonnigen, leuchtenden Berge zu steigen.»

Im Januar 1903 organisierte die Sektion Rätia den ersten offenen Skikurs der Schweiz auf der Lenzerheide. Auch zwei Bergführer der Sektion Piz Sol nahmen daran teil, die den Grundstein für das Skilaufen in unserer Region legten. Der damalige Präsident äusserte sich aber noch sehr pessimistisch: «Es sind in der Sektion Piz Sol drei Skifahrer, und es werden wahrscheinlich nie mehr werden.»

Gleichzeitig wurde der Bau einer Winterschutzhütte am Fuss des Spitzmeilen beschlossen, das C.C. subventionierte dieses Vorhaben mit 3500 Franken und die Ortsgemeinde Flums-Grossberg schenkte der Sektion den Bauplatz. Ende Dezember 1903 konnte die 24-plätzige Hütte bereits ihrer Bestimmung übergeben werden. Dazu wurde im Protokoll festgehalten: «Sie wurde nicht nur mit Quellwasser, sondern auch mit viel Knall und Rauch eingeweiht.» Der Winter 1905/06 brachte dann den ersten sektionseigenen Skikurs, und ein Jahr später fand die erste Sektionsskitour auf den Spitzmeilen statt.

Den drei Skifahrerpionieren folgten etliche mehr, und darum kam es auch zu Unfällen im Spitzmeilen- und Pizolgebiet, sodass 1909 die erste Rettungsstelle in Bad Ragaz mit Meldestellen in Buchs, Walenstadt und Vättis eingerichtet wurde. Die Unterkünfte in Gaffia und Lasa genügten den Bedürfnissen nicht mehr und es wurde beschlossen, im Gebiet Pizol eine grosse Hütte zu erstellen. Nach einigen Querelen wurde 1914 ein baureifes Projekt vorgelegt und genehmigt. Noch vor Winterbeginn 1915 war der Bau vollendet und im Sommer 1916 fand die Einweihung statt.

Schnell auf dem Berg: Die Pizolbahn Bad Ragaz–Pardiel um 1955/56. Bild: Jürg Hess

Die Enderlinhütte – ein wichtiger Erwerb

1922 erfolgte mit dem Erwerb der Enderlinhütte eine nochmalige und wichtige Aufstockung des Hüttenangebotes der Sektion Piz Sol, die damals 200 Mitglieder zählte. Der Skilauf wurde immer populärer, zu sehen an der ständigen Überbelegung der Pizolunterkunft. 1929 und vor allem 1932 wurde die Pizolhütte erweitert auf 100 Schlafplätze. Die Einrichtung eines Hüttentelefons – wohl eines der ersten in der Schweiz – vereinfachte die Reservierung und leistete besonders bei Unfällen und Rettungsaktionen gute Dienste.

Immer wieder wurden Vorträge von berühmten Fachleuten gehalten, die das Vereinsgeschehen auflockerten. Durch den erfreulichen Mitgliederzuwachs und das stetige Wachstum der Sektion ergab sich das Bedürfnis, einzelne Untergruppen zu bilden, die auf bestimmte Altersgruppen und Interessen ausgerichtet sind. So wurde 1931 die erste Juniorengruppe (JO) gegründet, die schon bald bis zu 25 Mitglieder aufwies. Während des Zweiten Weltkrieges schmolz die Gruppe allerdings dahin, weil es an Betreuern fehlte. Immer wieder stellten sich Mitglieder mit grosser alpinistischer Erfahrung als Leiter zur Verfügung, die gewillt waren, Verantwortung zu übernehmen und den jungen Leuten beiderlei Geschlechts das alpine Rüstzeug zu geben, um ihnen später bei Erreichung der Altersgrenze von 22 Jahren den Übertritt in die Sektion zu erleichtern.

1937 wurde die Klubzeitschrift «Pizol» gegründet, die fortan als wichtiges Mitteilungsblatt für die Mitglieder dienen sollte, nach einiger Zeit jedoch in den Dornröschenschlaf verfiel. Zwischenzeitlich sind die «Piz-Sol-Nachrichten» zu einem festen Bestandteil des Klublebens geworden – immer noch in gedruckter Form, aber auch digital, seit der Verein im Netz mit einer eigenen Homepage vertreten ist.

Die Kriegsjahre 1939–1945 hatten auch ihre Auswirkungen in der Sektion. Die Mitgliederzahl ging zurück, die Hütten wurden durch Militärbelegungen stark beansprucht, die Einnahmen waren gering. Dafür hatten Mitglieder des Klubs Aufgaben als Soldaten im Lawinendienst und konnten Erfahrungen sammeln in Hochgebirgskursen.

Der Pizol wird touristisch erschlossen

Die Nachkriegsjahre brachten wieder neue Mitglieder, regere Tourentätigkeit und nach langer Pause wieder Auslandfahrten in die Berge. Aber auch etwas ganz anderes bewegte die SAC-Gemüter: Bahnprojekte im Pizolgebiet. 1947 erhob der Vorstand im Auftrag der Mitglieder Einsprache gegen ein Konzessionsgesuch. Das C.C. sowie alle anderen Sektionen stellten sich hinter die Gegner, und es gelang, dass die kantonalen Instanzen die Konzession nicht befürworteten. Die Sache ging dann bis nach Bundesbern, aber die Hoffnung, der Bahnbau möge abgewendet werden, zerschlug sich. Die Bahnen und Skilifte wurden 1953 und 1954 gebaut. Diese Entwicklung führte schliesslich zum späteren Verkauf der Pizolhütte, die ja keine Daseinsberechtigung mehr hatte als eigentlicher SAC-Stützpunkt.

Der Winter 1956/57 brachte dem Pizolgebiet viel Schnee. Das schwere Lawinenunglück am 24. Februar 1957 unterhalb der Wildseelücke, bei dem drei Skifahrer das Leben verloren, war nun endlich das Signal zu dem, was die Sektion immer angestrebt hatte: eine Koordination des Rettungs- und Warndienstes mit den Bergbahnen.

Finanziell war die Sektion mit dem Neubau der Enderlinhütte (1956) und der Erweiterung der Pizolhütte sehr stark engagiert, sodass man keine grossen Sprünge mehr wagen konnte. 1963 kam es zum Verkauf der Pizolhütte und man war dieses Sorgenkind los. 1965 sah man sich nach einem Ersatz um und wurde fündig auf Garschina bei St. Antönien, wo die Sektion Rätia einen Partner für einen Neubau suchte. Die Pläne zerschlugen sich dann, weil die Bündner die Garschinahütte selbst bauten. So kam man zur Einsicht, dass der Spitzmeilen- und der Enderlinhütte im eigenen Sektionsgebiet vermehrt Beachtung geschenkt werden müsste und dort die notwendigen Verbesserungs- und Erweiterungsarbeiten an die Hand genommen werden sollten. Speziell seien die Erweiterung der Enderlinhütte 1975/76 und 1985 die Installation von Solarzellen und des Hüttentelefons erwähnt.

Die alte Enderlinhütte (oben): Im Jahr 1910 vom Falknisweg-Erbauer Fortunat Enderlin erstellt und 1922 vom SAC Piz Sol erworben – und die jetzige. Bild: Niclaus Saxer/Reto Hobi

Neue Aufgaben im SAC

In den 1970er-Jahren befasste sich der Gesamt-SAC und damit auch die Sektion Piz Sol mit dem Richtplan zur Erhaltung von schützenswerten Landschaften, damit dem C.C. ein Mittel in die Hand gegeben werden konnte, auf das es sich bei Streitigkeiten berufen konnte.

Dass sich zumindest die Exponenten im SAC damit abgefunden hatten, dass mit dem Bau vieler Bergbahnen und Skilifte eine neue Ära angebrochen war, mit der man sich beschäftigen musste, zeigen die Gedanken, die der damalige Präsident Viktor Wyss in der Festschrift zum 100-Jahr-Jubiläum verfasste: «Während sich im ersten Jahrhundert des SAC und der Sektion Piz Sol Pioniere und Bergsteiger vor allem mit der Erforschung und Erschliessung der Berge befassten, ist es die Hauptaufgabe unserer und der nächsten Generation, unsere Natur vor zu grossen Eingriffen der Technik zu schützen. Wie viele Bergbäche sind in Stollen verlegt worden? Wie viele Gipfel wurden mit Bahnen und Liften verhängt? […] Skilifte und Bergbahnen helfen uns, rasch in die Berge zu kommen, damit wir unsere Touren abseits der Piste mit Ski und Fuss geniessen können. Die technischen Einrichtungen müssen jedoch auf einem gesunden Mass beschränkt bleiben. Zum Glück ist Wandern zu Fuss und auf Ski salonfähig, Mode geworden. Die Entwicklung des Massentourismus soll und kann nicht aufgehalten werden. Wir müssen versuchen, denselben in geordnete Bahnen zu lenken. Diese Aufgabe kann jedoch nicht vom SAC allein bewältigt werden. Die Spezialkommis-sionen zum Schutz der Bergwelt stehen hier vor einer gewaltigen Aufgabe. […] Wir alle haben Gelegenheit, uns auf einer Tour für den Umweltschutz einzusetzen und gewisse Überwachungsfunktionen zu übernehmen. Vor allem müssen wir mit dem guten Beispiel vorangehen.»

Der Umweltschutz ist für den SAC inzwischen ein wichtiger Bestandteil seines Tätigkeitsgebietes geworden und hat auch die Sektion Piz Sol als direkt Involvierte veranlasst, in Bezug auf die Erweiterung des Skigebietes Flumserberge Stellung zu nehmen.

Sektion wächst und grosses Projekt wird verwirklicht

Ab 1980 gab es eine elementare Veränderung im Sektionsleben: Die Frauen durften nun offiziell im SAC mittun und bereicherten durch ihre Anwesenheit das Klima sehr positiv. Innerhalb von 23 Jahren – 1963 bis 1986 – stieg die Mitgliederzahl von 350 auf 850 und zehn Jahre später wurde die magische 1000er-Grenze überschritten. Anlässlich der Jubiläums-Hauptversammlung 2013 verkündete die Präsidentin Anna-Maria Jarc, dass der Klub bis dato genau 1473 Mitglieder zähle.

Nebst der bereits bestehenden Jugendorganisation JO bildete sich 1981 eine Seniorengruppe. Für diese wird jeweils ein eigenes Tourenprogramm zusammengestellt, das den Bedürfnissen und dem Leistungsvermögen dieser Altersgruppe entspricht. Es soll nicht Leistungssport, sondern Vergnügen, Freude und Erholung sein. Das alles hat selbstverständlich auch für jüngere Semester seine Gültigkeit, und es kann dem gegenseitigen Verständnis nur dienlich sein, wenn auch einmal die Jungen mit den Älteren eine Tour unternehmen.

1993 wurde die KiBe-Gruppe gegründet (Kinderbergsteigen, zirka zehn bis 14 Jahre). Das Kinderbergsteigen hat zum Ziel, den Kindern in lockerer Form die Voraussetzungen für das Bergsteigen und Wandern zu vermitteln. Besondere Aufmerksamkeit wird der Sicherheit und Unfallverhütung beigemessen. Die Kinder und Jugendlichen lernen, im Gebirge sicher zu gehen, und die Freude an der Natur, aber auch die Bedeutung der guten Kameradschaft soll geweckt werden.

Die Vorsätze, die in den 1960er-Jahren bezüglich Hüttenunterhalt gefasst wurden, nahm man sich zu Herzen und die Mitglieder gaben an den Hauptversammlungen grünes Licht für die Bereitstellung der dazu notwendigen finanziellen Mittel. Was die Zukunft der Spitzmeilenhütte anbelangte, die 1999 mit einer Materialseilbahn erschlossen wurde, mussten aber intensivere Überlegungen angestellt werden. Im 2003 beging man das 100-Jahr-Jubiläum der Hütte und zwei Jahre später – am 4. Juni 2005 – wurde an einer ausserordentlichen Hauptversammlung ein Neubau beschlossen. 2008 konnte die neue Spitzmeilenhütte feierlich eingeweiht werden. Dieses Projekt ist wohl eine der grössten Herausforderungen in der bisherigen Geschichte des SAC Piz Sol. Zeitweilig stiess es an die Grenzen der finanziellen Möglichkeiten. Soweit man es aber aus heutiger Sicht beurteilen kann, ist das Unternehmen Spitzmeilenhütte auf guten Wegen.

Die Bedeutung des SAC und dessen Zukunftsaussichten

Im Jubiläumsjahr und darüber hinaus wird auch nachgedacht über die Zukunft des SAC insgesamt, dem sich die angegliederten Sektionen nicht entziehen können. Die Zukunft des Bergsports ist eng mit Themen wie freier Zugang, Klimawandel und Schutz der Bergwelt verknüpft. Es stellt sich die Frage, ob und unter welchen Bedingungen der Bergsport noch ausgeübt werden kann. An einem internationalen Gipfeltreffen werden Szenarien und mögliche Entwicklungen mit Experten und Basismitgliedern besprochen und renommierte Alpinisten, Wissenschaftler und Verbandsvertreter suchen gemeinsam nach Lösungen für die Zukunft.

Erbaut 2007/08: Die neue Spitzmeilenhütte.  Bild: Paul Buchmann, Spitzmeilenhütte
«*Dieser Text ist eine gekürzte Version des Beitrags aus der Juniausgabe 2013 der «Terra plana».»

Quellen

SAC Piz Sol: www.sac-piz-sol.ch;
Festschriften 1948 und 1973;
diverse Ausgaben der Piz-Sol-Nachrichten
Schweizer Alpen-Club SAC
Alpine Rettung Schweiz
Terra plana, verschiedene Ausgaben
Sarganserländer, diverse Ausgaben
Leutwyler-Ruffner Doris, Fetzer-Ruffner Silvia,
Fetzer This: Stein auf Stein, Südostschweiz, Buchverlag Glarus/Chur 2011

Ernst Hobi/sardona24